Louise-Schroeder-Medaille für Sozialwissenschaftlerin Notz

Die Sozialwissenschaftlerin und Historikerin Gisela Notz erhält in diesem Jahr Berlins höchste frauenpolitische Auszeichnung, die Louise-Schroeder-Medaille. ...

Berlin-Die Sozialwissenschaftlerin und Historikerin Gisela Notz erhält in diesem Jahr Berlins höchste frauenpolitische Auszeichnung, die Louise-Schroeder-Medaille. Damit werde das langjährige Engagement von Notz für Menschenrechte, Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung gewürdigt, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Abgeordnetenhauses. Dessen Präsident Dennis Buchner werde die Medaille am 24. November 2022 im Abgeordnetenhaus überreichen.

Notz werde für ihr Lebenswerk geehrt, hieß es. Bereits während ihres Studiums an der TU Berlin habe sie in den frühen 1970er Jahren gegen das Abtreibungsverbot demonstriert. Von 2004 bis 2010 war die gebürtige Schweinfurterin Bundesvorsitzende von der Beratungsstelle pro familia. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Arbeitsmarkt-, Familien- und Sozialpolitik.

Die Louise-Schroeder-Medaille wird seit 1998 an Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen, die sich Verdienste um Demokratie, Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Gleichstellung von Frauen und Männern erworben haben. Die SPD-Politikerin Louise Schroeder (1887-1957) war von Mai 1947 bis Dezember 1948 Oberbürgermeisterin von Berlin.