Mehr als 100 orthodoxen Juden wurde der Einstieg in einen Lufthansa-Anschlussflug in Deutschland untersagt, weil einige der orthodoxen jüdischen Passagiere sich geweigert hätten, während ihres vorherigen Fluges wie vorgeschrieben eine Maske zu tragen. Das berichtet die amerikanische Boulevardseite New York Post. Der Vorfall habe sich laut der Nachrichtenseite nach der ersten Etappe einer Pilgerfahrt vom New Yorker John F. Kennedy International Airport in die ungarische Hauptstadt Budapest mit Zwischenstopp in Frankfurt ereignet. Dort teilte eine Lufthansa-Vertreterin den Passagieren mit, dass die jüdischen Passagiere nicht weiterfliegen dürfen. Der Vorfall habe sich bereits am Mittwoch (4. Mai) ereignet. Ein Bericht der FAZ bestätigte den Vorfall ebenfalls.

Die Lufthansa bestätigte laut New York Post den Vorfall in einer Erklärung und stellte fest, dass eine „größere Gruppe von Passagieren“ ihren Anschlussflug nicht betreten durfte. „Dies geschah im Zusammenhang mit dem vorherigen Flug LH401 von New York nach Frankfurt, wo sich einige Passagiere mit einer geplanten Weiterreise nach Budapest geweigert hatten, Masken zu tragen – auch nachdem sie von der Besatzung dazu aufgefordert worden waren.“ Dann hieß es weiter: „Lufthansa ist grundsätzlich verpflichtet, die in Deutschland geltenden gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.“ Eine Zusammenfassung der Ereignisse hat die Website https://liveandletsfly.com/ zusammengestellt. Die Passagiere, die nicht weiterreisen bzw. einen nächsten Flug nehmen mussten, werfen der Lufthansa Antisemitismus vor.