Berlin - Er hat sich das Video angesehen, in dem der gerade inhaftierte Blogger Protassewitsch ein „Geständnis“ ablegt. Montagabend strahlten es mehrere belarussische Kanäle aus. Regimekritiker Protassewitsch, dessentwegen Kampfjets eine Ryanair-Maschine zur Zwischenlandung in Minsk zwangen, um den Blogger dort zu verhaften, sah angeschlagen aus. Das, was er sagte, klang nicht nach ihm. „Er ist gefoltert worden, das ist eindeutig“, sagt Anton Niadzelka. „Seine Nase ist gebrochen, man sieht Wunden auf der Stirn.“

Der jetzt inhaftierte Blogger, der Urlaub in Griechenland gemacht hatte und am Sonntag auf dem Rückflug in sein Exil in Litauen war, sei nicht der erste, der öffentlich so präsentiert werde. „Manchen sah man es noch mehr an, die Gesichter waren blutig geschlagen und sie konnten kaum sprechen.“

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