Berlin - So richtig ernst scheint es die CDU also doch nicht zu meinen mit der Abgrenzung nach rechts. Sonst hätte Ex-Verfassungschef Hans-Georg Maaßen auf keinen Fall als Direktkandidat für die Bundestagswahl nominiert werden dürfen.

Zwar wiederholten alle befragten Christdemokraten nach der Nominierung Maaßens gebetsmühlenartig die bekannte Formel: Koalitionen mit der AfD seien ausgeschlossen. Auch der Gewählte selbst übrigens. Doch Maaßens Verhalten in der Vergangenheit lässt darauf schließen, dass er seine Fahne im Zweifel vermutlich nach dem Wind hängen würde, sollte es hart auf hart kommen. Die Wahl von FDP-Mann Thomas Kemmerich zum kurzzeitigen thüringischen Ministerpräsidenten mit Stimmen der CDU und der Höcke-AfD im Februar 2020 hatte Maaßen schließlich noch als „Riesenerfolg“ bezeichnet.

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