Eine frauenfeindliche Gruppe aus den USA ruft derzeit im Netz zu einem weltweiten Treffen Gleichgesinnter auf. Dieser so genannten Pick-Up-Bewegung steht Daryush Valizadeh vor. Er fordert unter anderem die Lockerung des Sexualstrafrechts, so dass Vergewaltigung im privaten Raum legalisiert wird.

Geheime Veranstaltungsorte

An 165 Orten in 43 Ländern wollen sich am 6. Februar die Anhänger der umstrittenen Pick-Up-Bewegung treffen. Auch in Deutschland wird zu solchen Veranstaltungen aufgerufen - unter anderem in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am Main.

In Berlin wollen sich Teilnehmer vor dem Café Lichtburg in der Behmstraße treffen, um von dort zum endgültigen Veranstaltungsort weiterzuziehen. Diesen versuchen die Initiatoren geheim zu halten.

Die Organisatoren rechnen bereits mit Protesten gegen ihre Zusammenkunft. Daher rät Daryush Valizadeh im Netz seinen Anhängern auch zur Vorsicht vor "crazy feminists". Durch Passwörter und unterschiedliche Routen will man sich abschotten.

Der 36-jährige Daryush Valizadeh macht seit Jahren als Autor und Blogger Roosh V von sich reden, da er Strategien entwickelt, um Frauen möglichst schnell ins Bett zu bekommen. Einer seiner "Pick-Up-Tipps": Aufhören, Frauen nach einer Erlaubnis zu Fragen, egal ob es dabei um einen Tanz oder einen Kuss geht.

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Bereits 2014 hatte die frauenfeindliche US-Organisation namens Real Social Dynamics (RSD) ein Seminar in Berlin anberaumt. Mehrere Frauenrechtsorganisaionen hatten damals gegen die Veranstaltung demonstriert.

UPDATE: Am Donnerstag haben die Initiatoren ihre Veranstaltungen abgesagt.