Paris/ Bamako - Bundesaußenminister Guido Westerwelle schließt einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten im westafrikanischen Mali weiterhin aus. Der FDP-Politiker trat auch Spekulationen über logistische Hilfe für die französische Intervention entgegen. Deutschland unterstütze die Aufstellung einer afrikanischen Eingreiftruppe zwar politisch, erklärte er am Sonntag. Westerwelle fügte aber hinzu: „Weitere konkrete Zusagen stehen derzeit nicht im Raum und können allenfalls dann geprüft werden, wenn die Eckdaten einer afrikanischen Mission stehen und die Einbettung in einen politischen Prozess geklärt ist.“ Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete unter Berufung auf afrikanische Diplomaten, dass die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas für den Transport ihrer geplanten Eingreiftruppe von Deutschland Flugzeuge erbitten will. Ecowas-Präsident Alassana Ouattara besucht am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Die Regierung in London kündigte am Samstagabend an, logistische Hilfe zu leisten. US-Medienberichten zufolge hat auch Washington Unterstützung angeboten. Beim Kampf um die Stadt Kona sind am Sonntag elf Soldaten der Regierungstruppen ums Leben gekommen. Wie das malische Präsidialamt mitteilte, versuchen Regierungstruppen mit französischer Unterstützung, die Stadt im Landesinneren aus der Hand islamistischer Rebellen zu befreien.

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