Berlin - Mitten im Lockdown ist die Freie Universität in Dahlem wie ausgestorben. Nur eine Tür in der ersten Etage steht offen. Michael Niedeggen, Professor für Allgemeine Psychologie an der FU Berlin, ist Neuropsychologe. Er untersucht, wie unser Gehirn arbeitet, wie Erinnerungen entstehen, wie sie sich verändern, was der Unterschied zwischen „falschen Wahrheiten“ und Lügen ist. Anlass des Gesprächs ist der 34 Jahre alte Todesfall des ehemaligen mosambikanischen DDR-Vertragsarbeiters Manuel Diogo. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat den Fall noch einmal mehr als acht Monate lang untersucht und kam vor wenigen Tagen zum Ergebnis: Die DDR-Ermittler hatten recht. Es war ein Unfall, kein Mord. Aber kann man das 34 Jahre später überhaupt feststellen? Wie funktioniert Erinnerung?

Herr Niedeggen, an was kann sich ein Mensch 34 Jahre später erinnern?

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