Berlin - Unter den Autoren von Welt ist Mario Vargas Llosa eine Klasse für sich, wenn es um seriöse Eleganz geht. Für das nüchterne Besprechungszimmer im Frankfurter Schauspielhaus, in dem wir verabredet sind, ist er womöglich ein wenig zu fein gewandet. Doch zwei Stunden später wird er ja auf der Bühne vor ausverkauftem Haus auftreten. Da passt der dunkle Anzug schon sehr gut. Kurz geht sein Blick hinaus zu den Bankentürmen, in denen sich eine milde Spätnachmittagssonne spiegelt. Dann setzt er sich ans Kopfende des langen weißen Tisches und drückt sein Kreuz durch. Seine Hände, die sich an den Fingerkuppen berühren, wird er nur ab und an einmal lösen, um mit einem sanften Schlag auf den Tisch eine Antwort zu unterstreichen. Das Wasserglas rührt er nicht einmal an. Ein "klassischer" Mario Vargas Llosa: Hoch konzentriert, äußerst verbindlich und selbst dann noch Interesse signalisierend, wenn ihm zum 3 000. Mal eine Frage zum Nobelpreis gestellt wird.

Herr Vargas Llosa, vor einem Jahr haben Sie den Literaturnobelpreis erhalten. Hat sich der Wirbel, der daraufhin losgebrochen ist, mittlerweile gelegt?

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