Berlin - Kaum ein Tag vergeht derzeit, ohne dass der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Schlagzeilen macht. Mal fordert er eine ausgeweitete Maskenpflicht, mehr Durchgriffsrechte für die Bundesregierung, dann beanstandet er die Corona-Warn-App. Er will als der wichtigste Krisenmanager des Landes wahrgenommen werden. Wann immer die Kanzlerin Angela Merkel etwas sagt, versucht er es mit noch drastischeren Worten zu steigern. 

Redet sie von „drohendem Unheil“, steht bei ihm gleich der „zweite Lockdown“ ins Haus. Es ist, als würde er von München aus die ganze Republik dirigieren und erziehen. Es passt für bayerische Provinzpolitiker immer gut, auf die „Saupreißn“ – heute also Berliner – zu schimpfen und zum Beispiel ihren angeblichen Kontrollverlust in Sachen Corona zu brandmarken. Das war vergangene Wochen, als die Zahlen vor allem in Neukölln stiegen.

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