Berlin - Es ist Montagmittag, Martin Delius steht im Foyer des Abgeordnetenhauses. Er hat einem Fernsehteam gerade ein längeres Interview gegeben, ein Radiojournalist wartet schon. Alle wollen wissen, wie der Pirat das denn nun gemeint hat mit dem Vergleich von Piraten-Partei und NSDAP. Er sieht erschöpft aus, unrasiert, mit roten Augen. Noch eine Zigarette, dann das nächste Interview. Delius schont sich nicht.

Seit sieben Monaten sitzt Delius, 27 Jahre alt, im Berliner Landestag. Bisher wirkte der Softwareentwickler eher wie einer der vernünftigen Piraten, er trat als parlamentarischer Geschäftsführer besonnen auf, argumentierte betont sachlich, fast dröge. Nun brauchte es nur einen unbedachten Satz, um diesen Eindruck zu verwerfen.

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