Bielefeld - Martin Schulz braucht zurzeit nicht viel zu tun, um auf einer SPD-Veranstaltung Jubel auszulösen. Es reicht, wenn er zuversichtlich lacht. Wenn er „Gerechtigkeit“ sagt. Wenn er erklärt, dass er die SPD zur stärksten Partei machen will. Doch auf der Arbeitnehmerkonferenz seiner Partei in Bielefeld bekommt Schulz den größten Applaus für etwas anderes.

„Ich sage das ausdrücklich: Auch wir haben Fehler gemacht“, sagt der SPD-Kanzlerkandidat, der zuvor kritisiert hat, wie stark neoliberales Denken in die Politik eingedrungen sei. „Fehler zu machen, ist nicht ehrenrührig. Wichtig ist: Wenn Fehler erkannt werden, dann müssen sie korrigiert werden.“ Noch bevor Schulz diese Sätze zu Ende gesprochen hat, nehmen einige im Publikum die Hände zum Applaus hoch. Es gibt vereinzelte Pfiffe – keine abwertenden, sondern solche, wie ein Macho sie ein hübschen Frau hinterherjagt.

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