Bis zu 30 Männer aus einer Großfamilie haben sich in und vor einem Berliner Krankenhaus eine Schlägerei geliefert. Rund doppelt so viele Polizisten rückten am Dienstagnachmittag an, um die Prügelei am St. Joseph-Krankenhaus in Tempelhof zu beenden. Dabei setzten die Einsatzkräfte unter anderem Reizgas ein, um die Streithähne zu trennen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Ein 22-Jähriger und zwei Polizisten erlitten demnach Augenreizungen.

Personalien aufgenommen

Von einem Großteil der Beteiligten nahm die Polizei die Personalien auf, schließlich entspannte sich die Lage. Ermittelt wird jetzt wegen Landfriedensbruchs. Die Großfamilie, darunter Deutsche und Libanesen, soll keine der bekannten Familien sein, deren Mitglieder in Berlin immer wieder mit Straftaten auffallen.

Streit beginnt im Krankenzimmer

Der Streit hatte laut Polizei zwischen mehreren Männern in einem Krankenzimmer der Klinik in der Wüsthoffstraße begonnen - die Gründe dafür seien noch nicht bekannt. Dann verlagerte sich die Prügelei auf die Straße und es kamen weitere Männer hinzu. Der Älteste der Gruppe, ein 43-Jähriger, habe vergeblich versucht, auf seine Verwandten einzuwirken, hieß es. (dpa)