Berlin - Der Burgfrieden in der Linken hat bis zur Bundestagswahl gehalten. Seitdem treten alte Konflikte mit neuer Schärfe zutage. Nun will Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn die Konsequenz und sich von dem Amt zurückziehen. Das erfuhr diese Zeitung aus führenden Parteikreisen. Grund sind in erster Linie persönliche Animositäten mit den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger.

Direkt nach der Wahl hatte die Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht beklagt, die Probleme mit der Aufnahme so vieler Flüchtlinge würden von der Linken nicht ausreichend thematisiert. Ihr Mann, der saarländische Fraktionsvorsitzende Oskar Lafontaine, erklärte kurz darauf überdies, Kipping und Riexinger hätten selbst keine Anziehungskraft bei Wählern und sich gleichwohl während des gesamten Wahlkampfes nicht mit der Spitzenkandidatur von Wagenknecht und des zweiten Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch abgefunden. Sowohl der Streit um die Flüchtlingspolitik als auch jener über die Spitzenkandidatur schwelen schon länger.

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