BerlinDie einen verweigern die Impfung gegen Corona, um nicht als angebliche Versuchskarnickel herzuhalten, die anderen behaupten, die Regierung habe „völlig versagt“, weil es an Impfstoff mangele. Quartalspopulisten wie Ramelow, Lindner oder Lederer forderten noch vor einigen Wochen im Namen einer „allgemeinen Stimmung“ Lockerungen aller Art. Dagegen warnten Karl Lauterbach und die Bundeskanzlerin früh vor den Tücken der zweiten Welle. Wie aber soll man die misslaunisch-schwankenden, gleichgültigen oder eigensüchtigen Segmente unserer Gesellschaft und ihre medialen wie parteipolitischen Verstärker zur Einsicht bewegen?

Der aktuelle Mangel an Impfstoff besteht, weil die Bundesregierung dessen Beschaffung und Verteilung mit guten Argumenten der Europäischen Union übertragen hat. So sollte ein nationalistischer Wettlauf vermieden und gerechte Verteilung innerhalb der EU gesichert werden. Jedoch gelang es einer starken Pariser Lobby in Brüssel, bei den Vorbestellungen von Impfstoffen im Spätsommer den französischen Pharmakonzern Sanofi zu begünstigen. Dieser hat aber bis heute kein taugliches Vakzin entwickelt.

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