Berlin - Der mutmaßliche Anschlagsplaner Dschaber al-Bakr soll Medienberichten zufolge einen der beiden Berliner Flughäfen als mögliches Ziel ausgespäht haben. Al-Bakr sei in der zweiten Septemberhälfte in Berlin gewesen, berichteten „Berliner Morgenpost“ und der „rbb“ unter Berufung auf Kreise der Sicherheitsbehörden des Bundes. Er habe eine Nacht in der Hauptstadt verbracht und dort auch eine Kontaktperson getroffen. Zu diesem Zeitpunkt hätten ihn die Sicherheitsbehörden allerdings noch nicht im Visier gehabt. Die Verbindung nach Berlin sei erst im Zuge der Ermittlungen entdeckt worden.

Nach dem Selbstmord des 22-jährigen Syrers im Leipziger Gefängnis geraten Politik und Behörden in Sachsen immer stärker unter Druck. Ministerpräsident Stanislaw Tillich räumte Fehler ein, lehnte personelle Konsequenzen aber ab. Einem Bericht des „Spiegel“ zufolge hat sich al-Bakr erst in Deutschland radikalisiert. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft wollte sich unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht dazu äußern. (dpa)