Berlin - In Berlin besuchen bereits mehr als 4100 aus der Ukraine geflohene Kinder und Jugendliche die Schule. Insbesondere das Angebot an Willkommensklassen wurde zuletzt stark ausgebaut, wie die Senatsverwaltung für Bildung am Freitag mitteilte. Die Zahl der neu angebotenen Willkommensklassen sei allein innerhalb der vergangenen Woche von 99 auf 140 angestiegen.

Derzeit besuchen 2431 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine eine Willkommensklasse in Berlin. Hinzu kommen knapp 1700 Schülerinnen und Schüler in Regelklassen. „Diese hilfreiche Entwicklung ist nur dank einer Kraftanstrengung aller Beteiligten möglich geworden“, sagte Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD). Die Bildungsverwaltung hatte das Konzept der Willkommensklasse bereits vor mehreren Jahren entwickelt, nachdem 2015 zahlreiche Geflüchtete insbesondere aus Syrien nach Berlin gekommen waren.

Vor allem aus der Berliner CDU hatte es zuletzt deutliche Kritik an Busse gegeben. Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Katharina Günther-Wünsch, warf der SPD-Politikerin am Donnerstag unter anderem vor, es habe nach dem russischen Angriff auf die Ukraine von der Bildungsverwaltung keine Ideen dafür gegeben, wie mit ukrainischen Kindern und Jugendlichen an den Berliner Schulen umzugehen sei.

Die Christdemokraten haben im Abgeordnetenhaus einen Antrag eingebracht, nach dem das Landesparlament eine Missbilligung für die Amtsführung der Bildungssenatorin aussprechen soll. Darüber wird voraussichtlich bei der Plenarsitzung am kommenden Donnerstag abgestimmt.