Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich für ein noch strikteres Verbot der organisierten Sterbehilfe ausgesprochen. „Wir müssen Geschäftemachern mit dem Tod endlich das Handwerk legen“, sagte Montgomery Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung. Es sei ein unerträglicher Zustand, „dass Menschen durch die Republik reisen und Sterbewilligen auf die Schnelle den Schierlingsbecher reichen“. Die schwarz-gelbe Koalition, sagte Montgomery, sollte daher ihre bereits 2009 angekündigte Gesetzesverschärfung zügig vorlegen.

Anlass für den Groll des Ärztepräsidenten ist das jüngst veröffentlichte „Weißbuch 2012“ der obskuren Organisation „Sterbehilfe Deutschland“. Deren treibende Kraft ist der Rechtspopulist und ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch. Glaubt man dessen Angaben, dann unterstützte sein Verein im vergangenen Jahr 27 Menschen bei der Selbsttötung – ein Viertel mehr als 2010.

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