Mit Fahnen und Westen, aber pandemiebedingt ohne Trillerpfeifen – Verdi-Unterstützer feuern ihren Vorsitzenden Frank Werneke auf dem Weg zu den Tarifverhandlungen in Potsdam an.
Foto: DPA/Britta Pedersen

Berlin - Es war fast wie in normalen Zeiten. Die Bundesagentur für Arbeit teilte in dieser Woche die Arbeitslosenzahlen für den August mit: ein bisschen weniger als im Juli, ein bisschen mehr als im Vorjahr. Was unspektakulär scheint, ist eine mittlere Sensation: Trotz globaler Rezession und weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Corona-Pandemie geht die Beschäftigung in Deutschland kaum zurück. Tatsächlich trügt die Ruhe natürlich. Noch immer haben 37 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit angemeldet – und es ist ungewiss, wie viele von ihnen sich erholen werden. 

Am selben Tag trafen sich die Verhandlungsführer der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zur ersten Runde mit den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes, um über ihre Tarifforderungen zu beraten. 4,8 Prozent will Verdi erreichen. Auch diese Forderung erscheint erst einmal unspektakulär, in den letzten Jahren hat Verdi mitunter deutlich mehr verlangt. Tatsächlich ist sie in der aktuellen Lage fast beispiellos offensiv.

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