BerlinEine Reform des Bafög ist mehr als überfällig. Seit Jahren sinkt die Zahl derer, die anspruchsberechtigt sind. Derzeit bewegt sie sich je nach Berechnungsgrundlage zwischen elf und 16 Prozent aller Studierenden. Dabei hatte die Bundesregierung noch 2019 betont, mit ihrer damaligen Reform vor allem die Mittelschicht unterstützen zu wollen. Es blieb ein frommer Wunsch, der den Weg des Bafög in die Bedeutungslosigkeit nicht gestoppt hat. Die Linke will das ändern: Sie schlägt vor, die Elternfreibeträge um zehn Prozent zu erhöhen, damit mehr Studierende staatlich gefördert werden können. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Vieles, was die Linke darüber hinaus in ihrem Antrag fordert, klingt nach Selbstverständlichkeiten. So ist es nicht nachzuvollziehen, warum sich beispielsweise die Bedarfssätze für Wohnung und Krankenkasse nicht an den realen Kosten orientieren. Und wieso wird der Bafög-Satz nicht ebenso wie die Diäten-Erhöhung der Bundestagsabgeordneten an die sich verändernden Lebenshaltungskosten gekoppelt?

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