Mehr Infektionen: Nonnemacher ruft zum Maskentragen auf

Angesichts steigender Zahlen von Corona-Infektionen und Covid-Patienten in den Krankenhäusern hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grün...

ARCHIV - Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsministerin, spricht bei einer Pressekonferenz.
ARCHIV - Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsministerin, spricht bei einer Pressekonferenz.Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Potsdam-Angesichts steigender Zahlen von Corona-Infektionen und Covid-Patienten in den Krankenhäusern hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) die Bürger zum Tragen von Masken aufgerufen. „Das Tragen einer Maske in öffentlichen Räumen mit viel Publikumsverkehr ist eine einfache und gut erprobte Möglichkeit, sich selbst und andere vor Infektionen zu schützen“, sagte die Ministerin den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (online). Nach dem jüngsten Bericht des Gesundheitsministeriums von Freitag gab es innerhalb eines Tages 4636 Neuinfektionen. Eine Woche zuvor waren es noch 2352. Die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stieg landesweit auf 546,4.

„Die steigenden Inzidenzen bei den Hospitalisierungen sehe ich mit großer Sorge“, sagte die Ministerin weiter. Denn auch die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern ist deutlich höher: Von 456 Patienten in der Vorwoche auf 697 am Freitag. Damit hat die Zahl neuer Patienten je 100.000 Einwohner in einer Woche mit der Hospitalisierungsinzidenz 11,82 deutlich den Alarmwert der Warnampel des Landes überschritten. Im grünen Bereich blieb dagegen weiter der Anteil freier Intensivbetten in Krankenhäusern mit knapp 18 Prozent.

Diese drei Werte gelten für die rot-schwarz-grüne Landesregierung als Signale der Corona-Lage. Ihre Entwicklung bildet die Grundlage für eine mögliche Entscheidung über schärfere Regeln wie etwa eine Maskenpflicht beim Einkaufen. Für die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen gibt es allerdings keinen Schwellenwert mehr.

Das Brandenburger Kabinett hatte die bisherigen Schutzmaßnahmen in der vergangenen Woche bis zum 28. Oktober verlängert. Dazu zählen die Maske in Bussen und Bahnen und die Pflicht zu einem Corona-Test für Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich, wenn sie nicht vollständig geimpft beziehungsweise nachweislich genesen sind.