London - Bei einer Serie mutmaßlicher Terrorangriffe in London sind in der Nacht zum Samstag mehrere Menschen getötet worden. Premierministerin Theresa May sprach am frühen Morgen von einem möglichen Terrorakt. 

Die Hintergründe waren zunächst unklar. Medienberichten zufolge wurde nach drei möglicherweise bewaffneten Männern gefahndet. Insgesamt gab es nach Polizeiangaben drei Zwischenfälle: Ein Lieferwagen fuhr am späten Samstagabend auf der London Bridge in eine Gruppe von Fußgängern auf dem Bürgersteig. Laut eines BBC-Reporters soll ein Mann den Van gesteuert haben und rund 50 Stundenkilometer gefahren sein.

Polizei spricht von mehreren Toten

Auch am Londoner Borough Market in der Innenstadt und im Stadtteil Vauxhall habe es Vorfälle gegeben, teile die Polizei wenig später mit. Später folgte eine Erklärung via Twitter, dass der Vorfall im Stadtteil Vauxhall, der südlich der Themse liegt, nicht in Verbindung mit den beiden Anschlägen stünde. 

Die betreffenden Areale wurden immer weiträumiger abgesperrt. 

Bewaffnete Polizei und Spezial-Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Polizei twitterte, das die Gebiete gemieden werden sollten. 

May beruft Krisensitzung ein

Die britische Premierministerin Theresa May hat zudem für Sonntagmorgen eine Krisensitzung des höchsten britischen Sicherheitsgremiums in London einberufen. Laut BBC geht die Premierministerin von einer "potentiellen" Terror-Attacke aus.

Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich via Twitter und sagte Großbritannien die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu. 

Die Lage im Land ist seit Monaten angespannt

Erst vor wenigen Tagen hatte der der 22-jährige Selbstmordattentäter Salman Abedi nach einem Konzert in Manchester mit einer Bombe 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Bei dem Terroranschlag waren mehr als 100 Personen verletzt worden. 

Am 22. März war ein 52-jähriger Mann auf der Westminster-Brücke in London mit hohem Tempo in Fußgänger gefahren. Anschließend tötete er mit einem Messer einen unbewaffneten Polizisten. Bei dem Terrorangriff waren sechs Menschen ums Leben gekommen und Dutzende Menschen verletzt worden. Der Attentäter wurde erschossen.

(mab/jsch/dpa)