28.08.2020, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht in der Bundespressekonferenz während ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz zu aktuellen innen- und außenpolitischen Themen.
Foto: dpa/Michael Kappeler

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Menschen in Deutschland auf dauerhafte Veränderungen durch die Corona-Pandemie eingestimmt. „Nicht alles wird wieder so sein, wie vor der Corona-Pandemie“, sagte die CDU-Politikerin bei ihrer Sommer-Pressekonferenz am Freitag in Berlin. „Das trifft uns schon hart und existenziell.“

Merkel sagte: „Es gibt Härten, das ist gar keine Frage, für ganze Gruppen, große Härten.“ Durch verschiedene Maßnahmen müsse die Politik die Härten abfedern. Beim Krisenmanagement der Regierung sieht die Kanzlerin keine großen Fehler. „Ich finde, dass wir bislang nach bestem Wissen und Gewissen entschieden haben“, sagte sie.

Weiterhin räumte sie in Bezug auf die verspätete Corona-Teststrategie ein: „Wir haben sicherlich vielleicht nicht in dem Umfang gesehen, dass Menschen in Risikogebiete fahren. Ich habe auch nicht gedacht, dass zum Beispiel ganz Spanien jetzt wieder zu einem Risikogebiet erklärt werden musste. Aber das sind doch Entwicklungen, die können wir auch gar nicht voraussehen.“ Dazu sei die Situation zu dynamisch.

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hingegen teilte am Freitag via Twitter mit, dass eine Rückkehr in den Normal-Modus absehbar ist.