Jörg Meuthen, Bundesvorsitzende der AfD, Deutschland
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BerlinDer AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen wünscht sich in den nächsten neun Monaten eine Entscheidung über eine mögliche Teilung der Partei. «Wir sollten in Ruhe darüber diskutieren, aber dann auch bis Ende des Jahres zu einer Entscheidung kommen», sagte er am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Spitze der rechtsnationalen Strömung der Partei äußerte sich zunächst öffentlich nicht zu seiner Idee einer einvernehmlichen Trennung des «freiheitlich-konservativen» Lagers und der «sozialpatriotischen» Strömung. Mit einem entsprechenden «Denkanstoß» hatte Meuthen am Mittwoch für erhebliche Unruhe in der Partei gesorgt. Die bekanntesten Führungspersönlichkeiten des Rechtsaußen-Lagers sind der Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz und der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke.

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«Nach meiner Einschätzung sind beide Gruppierungen in der Partei eindeutig stark genug, eigenständig bestehen zu können, zumal dies erhebliche zusätzliche Wählergruppen anders als bisher erreichbar machte», legte Meuthen am Donnerstag auf seiner Facebookseite nach.

Der Verfassungsschutz hatte den von Höcke gegründeten «Flügel» im März als «gesichert rechtsextremistische Bestrebung» eingestuft. Der Bundesvorstand der Partei hatte den informellen Zusammenschluss daraufhin zur Selbstauflösung aufgefordert. Kalbitz und Höcke kamen dieser Aufforderung nach.