Mike Mohring, Landesvorsitzender der CDU in Thüringen.
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ErfurtNach dem Wahldebakel in Thüringen will der CDU-Politiker Mike Mohring neben dem Fraktionsvorsitz auch den Landesvorsitz seiner Partei abgeben. Er wolle dem Landesvorstand einen vorgezogenen Parteitag mit Neuwahlen vorschlagen, bei denen er nicht erneut kandidieren werde, erklärte Mohring am Freitag. Er wolle einer Neuaufstellung seiner Partei nicht im Wege stehen, teilte er in einem Video auf Twitter mit.

Zuvor hatte er bereits angekündigt, spätestens im Mai den Vorsitz der CDU-Landtagsfraktion abgeben zu wollen.

Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war vergangene Woche mit Stimmen von AfD, CDU und FDP zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt worden, was einen Sturm der Entrüstung nach sich zog. Inzwischen ist Kemmerich zurückgetreten, bleibt aber geschäftsführend im Amt, bis ein neuer Ministerpräsident gewählt ist.

Die aktuellen Entwicklungen machen sich auch bei den Umfragewerten bemerkbar. Eine repräsentative INSA-Umfrage vom 14. Februar zur Landtagswahl in Thüringen zeigt, dass aktuell nur noch 14 Prozent die CDU wählen würden. Im Vergleich dazu gaben zwei Wochen zuvor, am 6. Februar, noch 19 Prozen der Befragten an, ihre Stimme der CDU zu geben.