Minister will mit neuem Streckenradar gegen Raser vorgehen

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) will Raser künftig mit einem Streckenradar zur Geschwindigkeitskontrolle erwischen. Ein Sprecher des Ministe...

ARCHIV - Michael Stübgen (CDU), Brandenburgs Minister des Innern und für Kommunales, spricht während einer Pressekonferenz.
ARCHIV - Michael Stübgen (CDU), Brandenburgs Minister des Innern und für Kommunales, spricht während einer Pressekonferenz.Soeren Stache/dpa/Archivbild

Potsdam-Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) will Raser künftig mit einem Streckenradar zur Geschwindigkeitskontrolle erwischen. Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Mittwoch, das Gesetzesvorhaben sei derzeit noch in einem sehr frühen Stadium. Zuvor berichtete die „Märkische Allgemeine Zeitung“. Das Verfahren diene der Verkehrssicherheit, vor allem etwa in Baustellen-Bereichen, hieß es aus dem Ministerium. Zu den Kosten machte die Behörde keine Angaben.

Die auch als Section Control bezeichnete Streckenradaranlage erfasst die Geschwindigkeit nicht an einer Stelle. Stattdessen ermittelt sie das Durchschnittstempo auf einem längeren zumeist unfallträchtigen Abschnitt, wo Autofahrer vom Gas gehen sollen. Die erfassten Daten von Fahrzeugen, die sich an das Tempolimit halten, werden sofort gelöscht. In Nachbarländern wie Belgien, Österreich und den Niederlanden wird Section Control seit Jahren erfolgreich verwendet.

Das bundesweit erste Streckenradar zur Geschwindigkeitskontrolle war 2019 südlich von Hannover installiert worden. Es stand wegen Datenschutz-Bedenken auch in der Kritik und wurde juristisch überprüft. Das Streckenradar soll dafür sorgen, dass nicht nur unmittelbar vor einem herkömmlichen stationären Blitzer abgebremst wird, sondern auf der gesamten Strecke angepasst gefahren wird.