Berlin - Seit knapp zwei Wochen gelten die verschärften Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Zwar zeichnet sich nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ab, dass die Zahl der neuen Infektionen weniger schnell ansteigt als in den vorigen Wochen. Doch wenig deutet darauf hin, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder sich bei ihren Beratungen in der nächsten Woche auf baldige Lockerungen einigen. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der das Treffen leitet, warnte vor voreiligen Hoffnungen. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir zwar vorsichtig optimistisch sein, aber es gibt keine Entwarnung“, sagte er der „Rheinischen Post“. Vor allem die zunehmende Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen zeige, dass Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens weiterhin nötig seien.

Das RKI meldete am Freitag 23.542 neue Infektionen, den höchsten Tageswert in Deutschland seit Beginn der Pandemie. Bereits am Donnerstag hatte RKI-Präsident Lothar Wieler gewarnt, dass zwar das Wachstum der Fallzahlen etwas nachgelassen habe. Zugleich gebe es aber eine wachsende Zahl von älteren Menschen, die sich mit dem Virus anstecken. Dies führe mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass der Druck auf die Krankenhäuser zunehme. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin warnte in einer Stellungnahme davor, dass es bis zum Ende des Jahres zu Engpässen bei der medizinischen Versorgung kommen könne.

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