Manuela Schwesig ist wieder genesen. 
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BerlinDie Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hat ihre Krebstherapie überstanden. Das gab sie am Mittag auf einer Pressekonferenz bekannt. „Ich bin wieder gesund, auch wenn es natürlich wie für viele andere auch für mich keine Garantie gibt“, sagte sie. „Deshalb werde ich auch weiter in medizinischer Behandlung und unter medizinischer Kontrolle bleiben.“

Die letzten Monate seien nicht spurlos an ihr vorübergegangen, weshalb sie nun in eine „Anschlussheilbehandlung“ machen werde, um wieder Kraft zu schöpfen. „Es war bislang der schwerste Kampf in meinem Leben“, so die Ministerpräsidentin, die sich am Dienstag mit einer neuen Kurzhaarfrisur zeigte.

Die SPD-Politikerin hatte vor acht Monaten öffentlich gemacht, dass sie Brustkrebs hat. „Es war mir wichtig, von Anfang an offen damit umzugehen“, sagte sie am Dienstag und bedankte sich bei allen, die ihr Briefe geschrieben, Blumen geschickt und Kerzen für sie angezündet haben. „Das hat mir viel Kraft gegeben und mich durch diese schere Zeit getragen.“ Auch die Politiker der anderen Parteien hätte ihr „Anstand und Fairness in dieser persönlichen Angelegenheit“ entgegengebracht.

Die Diagnose sei für sie und ihre Familie ein Schock gewesen, daher seien sie umso glücklicher, dass die Behandlung erst einmal überstanden sei. Sie mache sich angesichts der Corona-Krise aber auch große Sorgen um das Land und versicherte, dass sie auch weiterhin all ihre Kraft aufwenden werde, um Mecklenburg-Vorpommern gut durch die Krise zu manövrieren.

Schwesig wird in der Zeit ihrer Reha von ihrem Stellvertreter und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) vertreten. Er leitete bereits die Kabinettssitzung am Dienstag.

Die 45-jährige SPD-Politikerin war Bundesfamilienministerin in Berlin, bevor sie vor drei Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern zurückkehrte, um ihrem Parteifreund Erwin Sellering im Amt nachzufolgen. Auch Sellering war an Krebs erkrankt und trat deshalb zurück.