Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht am 23.11.2019 auf dem Bundeskongresses der Jusos.
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BerlinMecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) rät dem Bundesparteitag, vier statt drei stellvertretende Vorsitzende zu wählen, das sagte die 45-Jährige am Freitagmorgen im ZDF. So solle eine Kampfabstimmung vermieden werden. Außerdem würde sichergestellt werden, dass sowohl Juso-Chef Kevin Kühnert (SPD) als auch der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) jeweils einen Posten als Vizevorsitzender der Sozialdemokraten bekommen würden. 

„Ich finde, dass die neue Parteispitze beide Köpfe braucht", sagte Schwesig mit Blick auf Kühnert und Heil. Kühnert vertrete „die junge Generation in unserer Partei und sollte in der Parteispitze dabei sein", so die Ministerpräsidentin. Heil sei „ein starker Arbeits- und Sozialminister", der die Grundrente durchgeboxt hätte. Für die zwei anderen Stellvertreterposten gelten derweil die Brandenbrugerin Klara Geywitz und die saarländische Landesvorsitzende Anke Rehlinger als gesetzt. 

Manuela Schwesig will schnelle Entscheidung zur GroKo 

Schwesig forderte eine schnelle Entscheidung der SPD über die große Koalition. „Klarheit über den zukünftigen Kurs ist am wichtigsten. Die ständige Debatte „GroKo ja oder nein?“ muss ein Ende haben“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Die Bürger würden der SPD nur vertrauen, wenn sie den Kurs der Partei erkennen könnten.

„Es darf keine weitere Hängepartie geben“, betonte Schwesig. Die SPD habe in der großen Koalition viel für die Menschen erreicht, gleichzeitig hätten beide Regierungspartner auf Bundesebene an Vertrauen verloren. „Wir müssen uns einer schwierigen Entscheidung stellen“, sagte die SPD-Politikerin.

„Wenn wir überzeugt sind, dass wir in der großen Koalition weiter gemeinsam etwas erreichen können, dann müssen wir auch bitte geschlossen dahinterstehen. Sonst müssen wir die Entscheidung treffen, aus dieser Koalition rauszugehen“. Schwesig setzte hinzu: „Diese Entscheidung sollte die SPD nicht herauszögern.“