Der Thüringer Landtag ist seit Wochen im Ausnahmezustand. Es geht um Neuwahlen, die nicht zustande kamen. Einer oftmals zerrütteten Regierungskoalition, die seit 2020 von den Linken, Grünen und SPD ohne Mehrheit das Land regiert. Und dann ist da auch noch die AfD, die zündelt, wo sie kann.

Am Freitag versuchte die AfD, den Linken-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zu stürzen – mit Björn Höcke als Ramelows Gegenkandidaten. Das Misstrauensvotum galt von Anfang an als erfolglos. Und so kam es dann auch: 22 Stimmen - ausschließlich von der AfD - für Höcke und das war weit entfernt von den 46 Stimmen, die die Partei gebraucht hätte. Insgesamt wurden 68 Stimmen abgegeben, 46 Abgeordnete stimmten mit Nein, Enthaltungen gab es keine. Perfekt machte das Chaos die CDU, die wie am Donnerstag angekündigt, einfach im Plenum sitzen blieb und damit nicht an der geheimen Abstimmung teilnahm. Im Landtag gibt es insgesamt 90 Abgeordnete und deren 21 Stimmen fehlten bei der Abstimmung dann auch.

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