Die Corona-Krise hat Politiker in allen Staaten veranlasst, politische Entscheidungen schneller herbeizuführen, als die jeweils geltenden Verfassungen dies vorsehen. Diktatoren haben in diesem Prozess einen unübersehbaren Vorteil – weil ihre „Systeme“ bereits seit längerem darauf angelegt sind, Diskussionen zu unterbinden und Entscheidungen eher früher als später mit Polizeigewalt durchzudrücken.

Die durch die Pandemie weltweit geschürte Angst hat autoritären Tendenzen überall Auftrieb verliehen. Die Angst hat in Europa übrigens schon vor Corona als politisches Werkzeug ihre Feuertaufe bestanden: Mit den Flüchtlingen wurde erstmals massenhaft Angst geschürt – vor Islamisierung, Überfremdung, Gewalt-Exzessen. Nichts davon ist eingetreten. Aber die europäischen Politiker haben wegen der Erfolge der Rechten und Rechtsextremen erkannt: Mit der Angst lässt es sich gut durchregieren.

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