Ein Abstrich wird für die PCR-Analyse vorbereitet. Das flächendeckende Testen sei auch bei niedrigen Fallzahlen wichtig, um neue Herde so schnell wie möglich zu erkennen und einzudämmen, sagt die Physikerin Viola Priesemann.
Foto: Philip FONG/AFP

Berlin - Ihre Botschaft war bedenkenswert, aber sie verpuffte. Ende April hatten Experten von vier deutschen Forschungsorganisationen eine Stellungnahme über Strategien zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie vorgelegt. Darin plädierten sie dafür, das Coronavirus in Deutschland zunächst weiter zurückzudrängen, bevor der Shutdown beendet wird. Doch bald darauf beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz mit der Bundeskanzlerin teils schnelle und weitreichende Lockerungsmaßnahmen. Die Modellierungsexpertin Viola Priesemann vom Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und die anderen Autoren der Stellungnahme sind darüber nicht sonderlich glücklich. „Vielleicht hätten wir uns lauter zu Wort melden müssen“, sagt die Physikerin. Denn aus ihrer Sicht wurde eine Chance vertan, mit der Deutschland auch schneller wieder weitreichende Normalität hätte gewinnen können.

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