Die neueste Personalentscheidung des designierten US-Präsidenten Donald Trump sorgt in Deutschland und speziell in Berlin für Kopfschütteln. Trump berief die ultrakonservative Monica Crowley zur Chefin der strategischen Kommunkation in seinem nationalen Sicherheitsrat. Bisher arbeitete sie für den Fernsehsender Fox.

Interessant ist diese Personalentscheidung vor allem mit Blick auf Crowleys Twitter-Account. Im Oktober 2015 ließ sie ihre Follower wissen, dass sie in Berlin weilte. Ein dort veröffentlichtes Foto zeigt Crowley an der East Side Gallery. Ihren Besuch an der Berliner Mauer garnierte sie mit dem Spruch: "At the Berlin Wall last week. Walls work" - "Letzte Woche an der Berliner Mauer. Mauern funktionieren."

Sie spielt damit auf Trumps Wahlkampfversprechen an, zwischen den USA und Mexiko eine Mauer zu errichten, um illegale Einwanderer abzuhalten. Für Trump-Anhänger mag das vielleicht ganz witzig sein, Opfer der deutsch-deutschen Teilung empfinden solche Aussagen dagegen als blanken Hohn. Immerhin 1330 Usern gefiel der Tweet, 1319 mal wurde Crowley retweetet. Die Anzahl der hämischen Kommentare lässt sich kaum zählen.

"Lustig, ich dachte auch, wir sollten mehr wie die Sowjets werden", schriebt ein User. Jemand weist Crowley darauf hin, dass die Berliner Mauer dazu diente, Menschen in einem Land einzusperren statt sie aus einem Land fernzuhalten. Andere denken sogar, Crowley halte die Stasi für eine Schuhmarke.

Zukünftig wird Crowley für den pensionierten Drei-Sterne-Generel Michael Flynn arbeiten. Trumps nationaler Sicherheitsberater ist dem Präsidenten direkt unterstellt und gilt als Russland-Freund. Schon mehrfach tratt er im russischen Sender "Russia Today" auf.