Am Donnerstag soll der Prozess um die beispiellose Mordserie des ehemaligen Krankenpflegers Niels Högel in zwei niedersächsischen Krankenhäusern enden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen, der schon wegen sechs anderen Fällen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde, weitere 97 Morde an Intensivpatienten vor. In seinem letzten Wort vor Gericht entschuldigte sich Högel am Mittwoch bei den Angehörigen seiner Opfer. Doch der Psychiatrie-Professor und Prozessbeobachter Karl H. Beine konnte bei Högel keine Einsicht in seine Schuld beobachten. Die Berliner Zeitung hat mit dem Psychiater über Tötungen durch Krankenhausmitarbeiter gesprochen.