Der stellvertretende Außenminister Russlands, Andrej Rudenko, bestätigte nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti das Ende der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Somit rückt ein Waffenstillstand und direktes Treffen zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj in weite Ferne.

Dmytro Kuleba, ukrainischer Außenminister, erklärte schon am Montag in einem Interview mit Bloomberg TV, dass die Ukraine nicht bereit sei, territoriale Zugeständnisse zu machen. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den französischen Staatschef Emmanuel Macron dafür kritisiert, dass er versucht habe, „einen Ausweg für Russland zu finden“. Darüber hinaus würden eventuelle Zugeständnisse „Putins Gesicht wahren“, so Macron in der Sendung des italienischen Fernsehsenders Rai 1.

Auch Scholz telefonierte kürzlich 70 Minuten lang mit Putin. Es war das erste Gespräch des Kanzlers mit dem russischen Machthaber seit Beginn der Invasion. Immer wieder hatten westliche Regierungen betont, dass sie nicht über den Kopf der Ukraine hinweg entscheiden werden, was mit dem Land geschieht. Die estnische Premierministerin Kaja Kallas reagierte auf Scholz' Telefonat mit den Worten: „Wenn ihr wirklich wollt, dass Putin versteht, dass er isoliert ist, dann ruft ihn nicht an.“