Hier gibt es nochmal alle Ereignisse des Tages zum Nachlesen.

20:10 Uhr: Französische Ermittlungen zur Flucht von Amri laufen

Frankreich lässt Medieninformationen zunächst unbestätigt, wonach der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri über Frankreich nach Italien gelangt sein soll. Der französische Innenminister Bruno Le Roux wies am Freitagabend in Paris auf laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hin.
„Ich rufe zur größten Vorsicht auf im Hinblick auf Informationen, die zur Zeit zirkulieren“, sagte der Minister. „Nur die Ermittlungen werden es erlauben, die Fakten präzise festzustellen.“ Er sei mit seinen Amtskollegen in Deutschland und Italien in Kontakt.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa hatte gemeldet, dass der Terrorverdächtige aus dem französischen Chambéry nach Turin in der italienischen Region Piemont gekommen war. Von dort habe er einen Zug nach Mailand genommen. Medienberichten zufolge war eine entsprechende Fahrkarte bei seiner Leiche gefunden worden.

18:13 Uhr: Festgenommener Pakistaner: „Ich wollte meine U-Bahn erwischen“

Der nach dem Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlag am Montag irrtümlich festgenommene Pakistaner Navid B. hat sich erstmals wieder zu Wort gemeldet. Er sei gerade in einem Park, dem Tiergarten, gewesen „und wollte meine U-Bahn erwischen, um nach Hause zu fahren“, sagte der Asylbewerber in einem Interview für die „Welt am Sonntag“. Dabei sei er gerannt, als er eine Straße überquerte, weil Autos kamen. Daraufhin hätten ihn Polizisten angehalten und ihn gefragt, warum er renne, sagte Navid B. weiter. Sie hätten ihn dann gefragt, „ob ich den Anschlag mit dem Laster verübt habe“. Obwohl er gesagt habe, dass er unschuldig sei, habe er die Nacht in Gewahrsam verbringen müssen. 

18:04 Uhr: Handy von Amri offenbar gefunden

Nach der Geldbörse hat die Polizei nach Informationen des Magazins „Der Spiegel“ offensichtlich auch das Handy des getöteten Terrorverdächtigen Anis Amri gefunden. Das Mobiltelefon der Marke HTC sei beim Lastwagen sichergestellt worden, mit dem der 24-jährige Tunesier am Montagabend mit großer Wahrscheinlichkeit in einem Weihnachtsmarkt im Berliner Zentrum gerast ist, berichtetet das Magazin am Freitag. Bei dem Anschlag waren zwölf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Das Telefon werde Amri zugeordnet. Die Auswertung des Mobiltelefons durch Spezialisten der Kriminaltechnik laufe derzeit auf Hochtouren, zitierte „Der Spiegel“ aus Sicherheitskreisen.

17:28 Uhr: Experte: Gefährder hätten Auflagen erteilt werden können

Dem mutmaßlichen Attentäter von Berlin, Anis Amri, hätten als Gefährder zahlreiche Auflagen erteilt werden können. Darauf hat der Ausländer- und Asylrechtsexperte Hubert Heinhold am Freitag im Interview mit WDR 5 hingewiesen. „Das Instrumentarium war vorhanden, man muss es nur umsetzen“, sagte der Münchener Rechtsanwalt. So hätte die Ausländerbehörde Amri nach dem Aufenthaltsgesetz die Auflage erteilen können, sich bei der Polizei täglich zu melden. Man hätte ihm auch ein Kontaktverbot zu bestimmten Personen erteilen und seine Telekommunikation unterbinden können. „Von alledem hat man keinen Gebrauch gemacht“, sagte Heinhold. 

16:05 Uhr: Frau aus Neuss unter den Opfern

Eine Frau aus Neuss ist unter den Opfern des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Das Bundeskriminalamt habe sie identifiziert, teilte die Polizei am Freitag in Neuss mit. Die Frau, zu der die Behörden keine näheren Angaben machten, sei zusammen mit ihrem erwachsenen Sohn auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, als der Lastwagen in die Menschenmenge fuhr. Der Sohn habe überlebt, werde aber noch im Krankenhaus behandelt.

15:35 Uhr: Merkel bedankt sich bei italienischen Behörden

Nach dem Tod des mutmaßlichen Terroristen Anis Amri bei einem Schusswechsel in Mailand hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) des Eingreifen der italienischen Behörden gewürdigt. „Unser großer Dank geht an die italienische Polizei und die übrigen Kräfte von Sicherheit und Justiz für die denkbar engste Zusammenarbeit in diesem Fall“, sagte Merkel am Freitag in Berlin. Sie hob auch die Kooperation mit anderen europäischen und internationalen Partnern hervor. Die Kanzlerin betonte, mit dem Tod Amris seien die Ermittlungen nicht vorüber. „Wenn es weitere Schuldige oder Helfershelfer gibt, werden wir sie zur Rechenschaft ziehen.“

15:17 Uhr: Merkel fordert schnellere Abschiebungen

Nach dem Anschlag in Berlin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr und schnellere Abschiebungen nach Tunesien gefordert. Die Rückführungen in das nordafrikanische Land müssten „deutlich“ beschleunigt und die Zahl weiter erhöht werden, sagte Merkel am Freitag in Berlin. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wurde das Attentat von dem Tunesier Anis Amri ausgeführt, dessen Abschiebung aus Deutschland zuvor gescheitert war. 

14:52 Uhr: IS-Sprachrohr veröffentlicht angebliches Amri-Video

Das IS-Sprachrohr Amak hat ein Video veröffentlicht, auf dem der mutmaßliche Berlin-Attentäter Anis Amri zu sehen sein soll. Auf der knapp dreiminütigen Aufnahme schwört dieser dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue.

14:35 Uhr: De Maizière: Bedrohungslage unverändert

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri in Italien hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf anhaltende Gefahren durch gewaltbereite Extremisten hingewiesen. „Mit dem Fahndungserfolg hat sich leider die terroristische Bedrohungslage für Deutschland nicht verändert“, sagte de Maizière am Freitag in Berlin. „Sie bleibt hoch, die Sicherheitsbehörden bleiben wachsam.“ 

14:30 Uhr: De Maizière „erleichtert“ über Ausschaltung Amris

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat mit großer Erleichterung auf die Ausschaltung des mutmaßlichen Terroristen Anis Amri reagiert. „Ich bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Er beglückwünschte die italienischen Behörden und bedankte sich bei den beiden Polizisten, die Amri gestellt hatten. Der Tunesier starb am frühen Freitagmorgen durch eine Polizeikugel bei Mailand.

14:18 Uhr: Maas kündigt rasche Konsequenzen an

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) rasche Beratungen über rechts- und sicherheitspolitische Konsequenzen angekündigt.

14:06 Uhr: Amri war extrem gefährlich

Anis Amri sei „höchst gefährlich“ gewesen und hätte vermutlich erneut zugeschlagen, sagte der Mailänder Polizeipräsident Antonio de Iesu. Die beiden jungen Polizisten hätten sich vorbildlich verhalten und seien mutig gewesen. Sie hätten ihn kontrolliert, weil er ihnen auffällig vorgekommen sei.

13:43 Uhr: Helfernetzwerk im Fokus

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri in Italien konzentrieren sich die Ermittlungen der deutschen Sicherheitsbehörden nun auf ein mögliches Helfernetzwerk des Tunesiers.

Allerdings liefen die Ermittlungen „derzeit nur gegen Unbekannt weiter“, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Freitag in Karlsruhe. Unter anderem gelte es herauszufinden, ob Amri von Unterstützern Geldmittel oder Fluchthilfe erhielt.

13:36 Uhr: Generalbundesanwaltschaft bestätigt Tod

Der mutmaßliche Attentäter von Berlin, Anis Amri, ist nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank tot. Frank bestätigte am Freitag in Karlsruhe eine entsprechende Erklärung des italienischen Innenministers Marco Minniti.

13:34 Uhr: Von Frankreich aus nach Italien

Nach Angaben der Digos, dem auf Terror- und Extremisbekämpfung spezialisierten Zweig der italienischen Polizei, ist Anis Amri vom französischen Chambery, in der Region Savoyen, aus nach Italien eingereist.

Er fuhr per Zug bis nach Turin. Von dort nahm er einen Zug nach Mailand, wo er um etwa ein Uhr nachts ankam. Vom Hauptbahnhof der lombardischen Metropole aus begab er sich nach Sesto San Giovanni, wo er um etwa 4 Uhr von den beiden Polizisten im Rahmen einer normalen Kontrolle angehalten wurde.

13:19 Uhr: Ansa: Junger Polizist erschoss Amri

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa hat weitere Details zum Geschehen veröffentlicht: Der Ort der Schießerei liegt direkt vor dem Bahnhof des Industrie-Städtchens, das unmittelbar nördlich an Mailand angrenzt. Anis Amri wurde von zwei Polizeibeamten kontrolliert. Einen der beiden verletzte er mit einem Schuss in die Schulter, bevor er selbst erschossen wurde. Der Polizist, der Amri getötet hat, ist ein junger Beamter auf Probe. Der 29-jährige Mann stammt aus der Kleinstadt Canicatti auf Sizilien.

13:17 Uhr: Person auf Fotos vor Moschee war nicht Amri

Bei der Person auf am Donnerstag bekanntgewordenen Fotos einer Überwachungskamera vor einer Moschee in Berlin handelt es sich nicht um den mutmaßlichen Attentäter Anis Amri. Das teilte der Chef des Landeskriminalamts, Christian Steiof, am Freitag in einer Sitzung des Berliner Innenausschusses mit. Nach Aussagen der Polizeibeamten, die Amri kennen oder zeitweise observiert haben, „ist die Person auf diesen veröffentlichten Bildern nicht Anis Amri“, sagte er.

12:38 Uhr: Ermittler wollen Amris Waffe identifizieren

Es soll herausgefunden werden, ob es sich um dieselbe Waffe handle, die bei der Entführung des polnischen Lkws am Montag in Berlin verwendet wurde, berichtete die Tageszeitung „La Repubblica“ am Freitag. Amri habe in Mailand mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook.

12:30 Uhr: Merkel spricht mit tunesischem Präsident über Abschiebung

Bundeskanzlerin Angela Merkel will heute noch mit dem tunesischen Präsidenten Beji Caid Essebsi telefonieren. Dabei werde es auch um die Rückführung von abschiebepflichtigen Tunesiern aus Deutschland gehen, kündigt eine Regierungssprecherin an.

12:20 Uhr: Generalbundesanwalt äußert sich

Generalbundesanwalt Dr. Peter Frank wird um 13.30 Uhr die Öffentlichkeit über die aktuellen Entwicklungen informieren.

12:15 Uhr: Amri wurde vor Bahnhof erschossen

Der mutmaßliche Attentäter von Berlin ist am Bahnhof der Stadt Sesto San Giovanni im Großraum Mailand erschossen worden. Anwohner berichteten am Freitag, sie hätten am Morgen mehrere Schüsse gehört, aus dem Fenster geschaut und einen Mann am Boden liegen sehen.

11:44 Uhr: Senator: Fahndungsmaßnahme nicht beendet

Nach dem gemeldeten Tod des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri in Italien gehen die Ermittlungen zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz laut Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) unvermindert weiter. So müsse zum Beispiel geklärt werden, ob der Attentäter Komplizen hatte.

11:29 Uhr: Route von Amri

Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri soll von Berlin aus Italien über die französische Provinz Savoyen erreicht haben. Ziel sei zunächst Turin gewesen, berichtet die italienische Nachrichtenagentur ansa in Berufung auf die Digos, eine auf Terrorbekämpfung spezialisierte Einheit der italienischen Staatspolizei.

In der piemontesischen Hauptstadt  habe Amri einen Zug nach Mailand genommen. Dort sei er um 1 Uhr nachts eingetroffen. Italiens Innenminister Marco Minniti sagte während einer Pressekonferenz in Rom, in Italien existiere ein hohes Niveau der Kontrolle, das erlaube, Flüchtige im Moment des Grenzübertritts zu „identifizieren und zu neutralisieren“. Das zeigen, dass der Sicherheitsapparat funktioniere.

11:16 Uhr: Identität bestätigt

Es bestehe „kein Zweifel“ an der Identität des Getöteten, sagte Innenminister Marco Minniti. Der Tunesier war demnach in der Nacht von einer Polizeistreife angehalten worden und lieferte sich daraufhin einen Schusswechsel mit den Beamten.

11:12 Uhr: Italiens Innenminister bestätigt

Dem italienischen Innenminister zufolge ist der europaweit gesuchte mutmaßliche Attentäter von Berlin in Mailand erschossen worden. Er sei bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden, sagte Marco Minniti am Freitag bei einer Pressekonferenz in Rom.

10:58 Uhr: Amri durch Fingerabdrücke identifiziert

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde er anhand von Fingerabdrücken identifiziert.

10:53 Uhr: Schilderung aus Polizeikreisen

Die italienische Nachrichtenagentur ansa meldet mit Berufung auf Informationen aus Polizeikreisen, der Flüchtige sei nachts um 3 Uhr während einer regulären Straßenkontrolle der Polizei getötet worden. Er sei zu Fuß unterwegs gewesen. Auf der Piazza I Maggio in Sesto S. Giovanni habe Amri eine Pistole aus einem Rucksack gezogen und einen Polizisten angeschossen, nachdem ihn die Polizei angewiesen habe, sich auszuweisen.

Die Polizei habe den mutmaßlichen Attentäter von Berlin daraufhin erschossen. Der Tote, der keine Papiere bei sich getragen habe, sei noch nicht identifiziert worden. Der angeschossene Polizist werde mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt.

10:51 Uhr: Bundesanwaltschaft in Kontakt mit italienischen Behörden

„Wir stehen im Informationsaustausch mit den italienischen Behörden“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Die Meldungen müssen jetzt mit den italienischen Behörden abgeklärt werden. Ich kann das bislang weder bestätigen noch dementieren.“

10:45 Uhr: Pressekonferenz beginnt

10:43 Uhr: Polizisten sollen ihn erschossen haben

Amri sei in der italienischen Metropole von Polizisten getötet worden, berichteten italienische Medien am Freitag. Amri, der bei dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt zwölf Menschen getötet haben soll, hatte in der Vergangenheit mehrere Jahre in Italien gelebt.

10:28 Uhr: Anis Amri erschossen

Der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Mailand bei einer Schiesserei erschossen worden. Dies erfuhr Reuters am Freitag. (reuters)