Drage - Drei Jahre nach dem Verschwinden der Familie sieht in der gepflegten Siedlung an der Elbe fast alles so aus wie damals. Nur die gelben Siegel an der Haustür des schlichten Klinkerbaus fehlen, andere Menschen leben jetzt hier. Ein Zaun wurde aufgestellt, eine kleine Hecke gepflanzt. Lange standen Grablichter vor der Tür, auch die ausgeblichenen Fotos der Verschwundenen sind weg.

Seit dem 22. Juli 2015 gibt es keine Lebenszeichen mehr. Die zwölfjährige Miriam Schulze bleibt am letzten Schultag vor den Sommerferien in Niedersachsen wegen einer Erkrankung daheim, ihre Mutter Sylvia fährt an diesem Mittwoch zur Arbeit bei einem Discounter. Am Abend stellt Familienvater Marco Schulze die Mülltonne vor die Tür, danach wird keiner der drei mehr lebend gesehen.

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