Vor 30 Jahren trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei.
Foto: Andreas Gora/imago

Berlin - Feiert ihr den Einheitstag, wird man im Ausland oft gefragt. Nein, Ostdeutsche feiern den Einheitstag nicht, Ostdeutsche müssen an dem Tag arbeiten, sich abstrampeln, Aufmerksamkeit generieren. Der 3. Oktober und die Zeit drumherum ist einer jener seltenen Momente, in der Deutschland in den Osten schaut. Daran hat sich auch nach 30 Jahren nicht viel geändert. Es werden Sondersendungen und Serien gemacht, und dann werden auch ostdeutsche Journalisten eingeladen, die erzählen sollen. Erzählen heißt meist: rechtfertigen: Warum im Osten so viele Nazis sind. Warum viele so unzufrieden sind. So geht das seit Jahren, und immer wieder wird die alte Hierarchie gestärkt, die besteht, seitdem der dicke Helmut Kohl den dünnen Lothar de Maiziere, den letzten DDR-Regierungschef, verdrängte.

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