Halle (Saale) - Gerade erst hatte ein Edeka-Händler viel Applaus für seine Kritik gegenüber unverschämten Kunden bekommen, da legt der nächste Händler nach. Dieses Mal sind es Märkte aus dem Raum Lichtenfels, die sich schützend vor ihre Mitarbeiter stellen und dafür viel Zuspruch bekommen.

„Dieser Post geht an die junge Mutter, welche heute vor unserer Fleischtheke mit dem Finger auf die Verkäuferin gezeigt hat“, beginnt die Nachricht, die am Mittwochmittag veröffentlicht wurde. "Wenn Du weiterhin nichts für die Schule lernst, dann stehst Du auch mal dort hinten!", habe die Mutter ihrem Kind gesagt.

„Dem können wir nicht zustimmen! Wenn Ihr Kind weiterhin nichts lernt, dann steht es in der Schlange am Arbeitsamt“, antwortet nun der Lebensmittelhändler. Die eigenen Mitarbeiter seien allesamt gut ausgebildete Fachkräfte mit Schulabschluss und abgeschlossener Ausbildung. „Und solange Menschen wie Sie, mit dem Finger auf Menschen wie uns zeigen, macht es auch keinen Sinn Ihnen zu erklären, das ein Meistertitel soviel Wert ist wie ein Studium, und eine duale Ausbildung weltweit mehr zählt als ein Abitur“, heißt es weiter.

Man übernehme im Fall des Falles aber gern den Job der Mutter – nämlich dem Kind „Menschlichkeit, Respekt und Wertschätzung“ beizubringen, so es irgendwann einmal eine Ausbildung bei Edeka beginnen sollte. (mz)