Nach den Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft beim US-Vermögensverwalter Blackrock wegen umstrittener Steuergeschäfte haben die Grünen Aufklärung über die Rolle von Aufsichtsratschef und CDU-Vorsitz-Kandidat Friedrich Merz gefordert.

Grüne fordern Aussage zu Cum-Ex-Fällen

Der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland/RND (Mittwochsausgaben), eine Durchsuchung sage noch nichts darüber aus, ob Blackrock-Mitarbeiter selbst beschuldigt werden oder nur Beweismaterial für andere Beschuldigte sichergestellt werde.

„Allerdings stellt sich die Frage, ob Friedrich Merz sich eigentlich für die Aufarbeitung von Cum-Ex-Fällen eingesetzt oder ob man bei Blackrock versucht hat, so durchzukommen, weil man gehofft hat, dass die Staatsanwaltschaft es nicht schafft, die Sachen aufzuarbeiten.“

Merz hatte die umstrittenen Steuergeschäfte als unmoralisch bezeichnet. „Wenn man solche Geschäfte im eigenen Haus entdeckt, dann müsste man sie aufarbeiten und mit den Behörden kooperieren. Dazu ist uns bisher nichts bekannt“, kritisierte Schick. (rnd)