Nach drohendem Cyberangriff: Bürgerservice soll hochfahren

Gut drei Wochen nach Abschalten der Internetverbindungen wegen einer drohenden Cyberattacke sollen die Dienstleistungen der Potsdamer Stadtverwaltung vom kom...

ARCHIV - Ein Mann trägt Handschuhe und tippt auf einer Tastatur.
ARCHIV - Ein Mann trägt Handschuhe und tippt auf einer Tastatur.Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Potsdam-Gut drei Wochen nach Abschalten der Internetverbindungen wegen einer drohenden Cyberattacke sollen die Dienstleistungen der Potsdamer Stadtverwaltung vom kommenden Montag an schrittweise wieder hochgefahren werden. Dabei hätten die Bürgerdienstleistungen Priorität, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Donnerstag. „Vor allem die An- und Ummeldung von Fahrzeugen soll so schnell wie möglich wieder funktionieren, ebenso die Wohngeldstelle.“ Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet.

Für die Wohngeldstelle habe das Ministerium für Infrastruktur den Mitarbeitern aber bis zu zehn Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, um die Anträge zu bearbeiten. Auch beim Standesamt sei es für die Beurkundung von Geburten und Sterbefällen gelungen, mit umliegenden Kommunen zusammenzuarbeiten. „So unterstützen uns beispielsweise die Städte Falkensee, Werder (Havel), Rangsdorf und die Gemeinde Schwielowsee, indem sie Arbeitsplätze für unsere Kolleginnen zur Verfügung stellen“, sagte Brunzlow. Bereits seit vergangenen Montag ist die Potsdamer Stadtverwaltung wieder per Email erreichbar.

Nach Hinweisen von Sicherheitsbehörden auf einen bevorstehenden Cyberangriff hatte die Stadtverwaltung die Verbindung zum Internet am 29. Dezember gekappt. Manche Dienstleistungen für Bürger können derzeit nicht angeboten werden, wie das Beantragen eines vorläufigen Reisepasses, die An- und Abmeldung von Fahrzeugen und An- sowie Ummeldungen.