Berlin - 1.Flüchtlinge nach Plan!

Mit mehr Plan gegen das Chaos vorgehen, das fordern Lothar Venus, Bürgermeister aus Wegscheid in Bayern und Heike Jüngling, Sozialdezernentin in Königswinter in Nordrhein-Westfalen.

„So wie es jetzt läuft, auch mit den österreichischen Behörden, so kann es nicht sein. Wir haben momentan kaum noch Kapazitäten frei“, sagt Venus. In der Grenzregion ist er täglich mit chaotischen Zuständen konfrontiert.

Heike Jüngling erzählt aus ihrer Praxis: „Es kamen Busse, und es war das Gefühl, dass alles irgendwie egal war, Hauptsache die Menschen waren weg. Die mangelnde Planbarkeit ist schwierig. Dadurch, dass viele Menschen in der Notunterkunft ohne Vorwarnung angekommen sind, mussten wir binnen Stunden ein Ärzteteam zusammentrommeln.“

2.Flüchtlinge gerecht verteilen!

„Die Behörden in Wien haben uns ohne Auswahl die Leute einfach gebracht. Tür auf gemacht, rausgeschmissen“, sagt Venus. Vorher habe man von 12 bis 15 Bussen gesprochen. „Nachmittags hat sich dann herauskristallisiert, das sind nicht 12 bis 15 Busse, sondern 55 Busse“, erzählt Venus über die Ankunft von Flüchtlingen an der bayerischen Grenze.

Jüngling fordert, dass die Kommunen endlich verlässliche Zahlen liefern müssten. Auch Holger Michel, freiwilliger Flüchtlingshelfer in Berlin, kennt das Problem. Aus seinem Tagebuch erfährt man, dass keiner der freiwilligen Helfer genau wisse, wann und wie viele Flüchtlinge kämen.

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