Paris - Unter größter Anspannung ist in Frankreich am Sonntag die entscheidende zweite Runde der Regionalwahlen abgehalten worden. Nachdem der rechtsextreme Front National (FN) bei der ersten Wahlrunde vor einer Woche stärkste Kraft geworden war, richteten sich nun die Augen darauf, ob die Partei erstmals in ihrer Geschichte eine Region erobern kann. Die Wahlbeteiligung lag gegen Mittag bereits höher als vor einer Woche. Nach Angaben des französischen Innenministeriums gaben bis Sonntagmittag 19,59 Prozent der Wähler ihre Stimme ab. Das waren mehr als drei Prozentpunkte mehr als bei der Wahl am vergangenen Sonntag und rund ein Punkt mehr als bei den Wahlen 2010.

Der „Schock“ der vergangenen Woche, als die FN von Marine Le Pen mit landesweit 28 Prozent stärkste Kraft geworden und in sechs der 13 Regionen vorne gelandet war, dürfte seinen Teil zu der Wahlbeteiligung beigetragen haben. Es wird nun zwar damit gerechnet, dass in der zweiten Runde in den meisten Regionen Kandidaten des konservativ-bürgerlichen Lagers um den früheren Staatschef Nicolas Sarkozy oder der Sozialisten von Präsident François Hollande das Rennen machen.

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