Washington - Das Urteil klingt drastisch. Aber es ist positiv gemeint. „Sie schneidet Dir den Kopf ab, und Du merkst nicht einmal, dass Du blutest“, hat ihre Tochter Alexandra gerade über Nancy Pelosi gesagt. Im Sender CNN war die Filmemacherin gefragt worden, ob es die neue Sprecherin des Repräsentantenhauses wohl mit dem Wut-Präsidenten Donald Trump aufnehmen könne. Offenbar hegt sie daran keine Zweifel.

Die neue demokratische Mehrheit im Parlament sieht das ähnlich. Nach den Wahlen im November hatte es anfangs Widerstand vor allem der jungen Abgeordneten gegen die erneute Wahl der 78-Jährigen auf den einflussreichen Posten gegeben, den sie schon 2007 bis 2011 bekleidete. Doch Pelosi schlug die Revolte mit einer Mischung aus Härte und Versprechen nieder. „Sie wird in der Fraktion mehr gefürchtet als bewundert“, schreibt die New York Times. Dabei speist sich der Nimbus der Politikerin aus Kalifornien nicht nur aus ihrem Ruf als erstklassige Spendensammlerin und Netzwerkerin. Ihr gebührt auch das unzweifelhafte Verdienst, seinerzeit die Gesundheitsreform Obamacare durch den Kongress gepeitscht zu haben.

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