Normalerweise kennen wir Eisbären als majestätische, großgewachsene Tiere, die in freier Wildbahn in der Arktis und eisigen Regionen zuhause sind. Eine Aufnahme der Natur- und Tierschutzorganisation SeaLegacy verdeutlichte nun, wie der Klimawandel und die täglich schmelzenden  Regionen an Nord- und Südpol den Tieren zu schaffen macht.

Die Aufnahme, die auf Facebook gepostet wurde, zeigt einen abgemagerten Eisbären, der in einer schnee- und eisfreien Landschaft nach Nahrung sucht, bevor er sich - wohl auch vor Schwäche - nicht mehr auf den Beinen halten kann. Wenig später ist der Eisbär laut den Natur- und Tierschützern verhungert.

Warum die Naturschützer dem Eisbären nicht geholfen haben

„Wir wissen, dass er keine sichtbaren Verletzungen hatte und dass es sich um keinen alten Bären gehandelt hat“, teilten die Naturschützer ihren Abonnenten auf Facebook mit.

Außerdem bezogen sie Stellung, weshalb sie dem verlorenen Eisbären nicht geholfen haben: „Die harte Realität ist, dass seine Beinmuskeln derart verkümmert waren, dass sie sich nicht mehr von selbst erholt hätten. Zudem wäre es illegal gewesen, ihn zu füttern, sich ihm zu nähern oder irgendetwas zu unternehmen, um sein Leid zu mindern.“

Naturschützer lassen Eisbären verhungern: So reagieren die Menschen auf Facebook

Die Reaktionen der Facebook-Nutzer ließ nicht lange auf sich warten. „Es bricht mir das Herz. Es muss derart schmerzhaft sein, solch ein außergewöhnliches Tier in solch einer Verfassung zu sehen, die wir Menschen herbeigeführt haben“, schrieb Sofia Arzola.

Doch nicht alle Nutzer teilten die Meinung der Naturschutzorganisation, dem Eisbären nicht mehr helfen zu können: „Ihr solltet eure Arbeit einstellen. Ihr hättet den Vorfall doch während des Filmens dem entsprechenden Ministerium mitteilen können, dass für Wildtiere verantwortlich ist und die hätten sich um das arme Tier gekümmert. Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr am Verhungern seid und andere Individuen würden euch dabei zuschauen? Ihr habt euch dazu entschieden, nichts zu unternehmen. Ich hoffe, dass die Menschen auch nur herumstehen, zuschauen und die Sache filmen, um im Internet darauf aufmerksam zu machen, wenn ihr Hilfe braucht“, schrieb Kelly McLaren unter den Beitrag, der bereits (Stand: 10. Dezember, 11.50 Uhr) 1.035 Mal im sozialen Netzwerk geteilt wurde.