Berlin - Präsident Wladimir Putin hatte im Fall der unheilvollen westlichen Interventionen im Irak, in Libyen und Syrien recht. Hätte Russland in Syrien nicht eingegriffen, herrschten dort heute islamistische Terroristen. Man muss kein Freund Assads sein, um festzustellen, dass er – ähnlich wie der ägyptische Militärdiktator al-Sisi – sein Land vor weit Schlimmerem bewahrt. All das ignorieren ideologisch einbetonierte Politiker wie Norbert Röttgen (CDU) oder Annalena Baerbock (Grüne).

Mildernd rechne ich Putin an, dass Russland nur schwer zu modernisieren ist, bedenkt man die zweihundertjährige Epoche, in der Gewaltherrscher, Massenmörder, kommunistischer Zentralismus und deutsche Vernichtungskrieger Land und Leute immer wieder ruinierten. Zudem wurden die Menschen dort nach 1990/91 von den zumindest zeitweiligen westlichen Siegern der Geschichte gedemütigt. Neben dem Krieg in Libyen beging der amerikanische Präsident Obama seinen zweiten großen Fehler, als er 2014 Russland als schwächliche „Regionalmacht“ verspottete.

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