Weil er sein Tattoo eines Konzentrationslagers in einem Spaßbad zur Schau stellte, wurde ein Mann am Dienstag vom Amtsgericht Oranienburg (Oberhavel) wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Mann hatte zuvor gestanden, die Tätowierung mit den Umrissen eines Konzentrationslagers und dem Spruch „Jedem das Seine“ in einem Spaßbad gezeigt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Monate Haft für den 27-jährige Angeklagten gefordert, sein Verteidiger Wolfram Nahrath einen Freispruch.

Der 27-Jährige sitzt für die rechtsextreme NPD im Kreistag Barnim ist Gemeindevertreter in Panketal (Brandenburg) und ist wegen Körperverletzung vorbestraft. Ein Badegast hatte die Tätowierung fotografiert und veröffentlicht.

Strafbar ist nicht, dass sich Menschen solche Tattoos stechen lassen. Strafbar wird es erst, wenn derartige Tattoos in der Öffentlichkeit zur Schau getragen werden. (BLZ/dpa)