Immer wieder macht die CSU mit markigen Sprüchen zum Thema Flüchtlinge von sich reden. Nach der Entscheidung von Bundeskanzlerin Merkel Anfang September, in Ungarn festsitzende Flüchtlingen die Einreise zu erlauben, geht die CSU auf Distanz. Es ist von einem „völlig falsches Signal innerhalb Europas“ die Rede.

Horst Seehofer: „massenhafter Asylmissbrauch“

Zuvor hatte Parteichef Horst Seehofer heftigere Töne angeschlagen und von einem „massenhaften Asylmissbrauch“ gesprochen. Seehofer nennt die Lösung des Flüchtlingsproblems als Mittel, politischem Radikalismus entgegen zu wirken. Seehofers Worte fallen in eine Zeit, als nahezu jede Nacht in Freital und anderen Orten Proteste gegen Flüchtlingsheime stattfinden, die in Gewalt umschlagen.

Johann Haindl: „Neger“

Anfang November nennt der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende aus Zorneding Johann Haindl einen dunkelhäutigen Pfarrer einen „Neger“. Die bayerische CSU-Spitze greift ein und kündigt an, es würden Ordnungsmaßnahmen gegen Haindl geprüft.

Sylvia Boher: „Invasion“ der Flüchtlinge

Rechte Parolen scheinen bei der CSU in Zorneding zum Standard zu gehören: Auch Ortschefin Sylvia Boher macht durch eine mehr als unglückliche Äußerung von sich reden: Sie spricht im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise von einer „Invasion“. Migranten aus dem afrikanischen Eritrea nennt sie Militärdienstflüchtlinge. Die örtliche Parteispitze tritt wenig später zurück.

Joachim Herrmann: „Ein wunderbarer Neger“

Kommunalpolitiker Johann Haindl befindet sich mit seiner Wortwahl jedoch in bester Gesellschaft. Joachim Herrmann, bayerischer Staatsminister des Innern, hatte Ende August bei „Hart aber fair“ gesagt, Roberto Blanco sei immer ein „wunderbarer Neger“ gewesen. Anschließend rechtfertigte sich Herrmann, sein Zitat sei nur im Kontext eines Einspielers zu verstehen gewesen.

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