Der Prozess gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu geht in das Hauptverfahren. In den kommenden Wochen, gleich vor dem vierten Wahlgang in zwei Jahren, sollen die ersten Zeugen vor dem Jerusalemer Landesgericht aussagen. Netanyahus einzige Rettung vor der Justiz liegt womöglich in der Pandemie-Bekämpfung.

Je zügiger die Impfkampagne gegen das Coronavirus in Israel voranschreitet – bereits mehr als die Hälfte der erwachsenen Staatsbürger im Land hat bisher zumindest eine Dosis des Biontech-Pfizer-Vakzins erhalten –, desto langsamer scheinen aktuellen die Mühlen der Justiz im Korruptionsprozess gegen den Premierminister zu mahlen. Nach langen Verzögerungen, mal durch juristische Tricks des Angeklagten, mal wegen der wiederkehrenden Lockdowns im Land, wurde erst Anfang letzte Woche das Hauptverfahren eröffnet, mehr als ein Jahr nach dem offiziellen Ende der Ermittlungen.

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