Ein Gemälde von General Bersarin im Keller des Kunstsalons Posin in Berlin.
Foto: imago images/Emmanuele Contini

  - Es ist eine kuriose Randnotiz der Berliner Nachkriegsgeschichte, dass die Erinnerung an den russischen Stadtkommandanten Nikolai Bersarin lange vor allem in der gesellschaftlichen Enklave des Pferdesports hochgehalten wurde. Das „Bersarin-Rennen“ auf der Trabrennbahn in Karlshorst war zu DDR-Zeiten, aber auch später, in erster Linie jenem Mann gewidmet, der das Überleben dieser Randsportart in den ersten Nachkriegswochen überhaupt ermöglicht hat. Bersarin hat die von Bombeneinschlägen geschädigte Karlshorster Rennbahn notdürftig als Schlackepiste herrichten lassen und großzügige Futterrationen für fast verhungerte Pferde zugeteilt, weil er der Überzeugung war, dass die Berliner nicht nur Nahrung benötigten, sondern auch Ablenkung und Unterhaltung. Und so fand das erste Nachkriegsrennen bereits am 1. Juli 1945 statt. Bersarin selbst hat es nicht erleben können. Kurz zuvor war er durch einen Motorradunfall ums Leben gekommen.

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