BerlinDie Beschaffung des Covid-19-Impfstoffs und der Umgang damit bleibt ein großes Diskussionsthema. Am Montag wies das Bundesgesundheitsministerium erneut Vorwürfe zurück, dass die Bundesregierung es versäumt habe, genügend Stoff zu besorgen. Das Problem bestehe in der Lieferung. Die Knappheit entstehe durch Engpässe in der Produktion. Dass Länder wie Israel bereits umfassend mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer berücksichtigt worden seien, sei die „ganz große Ausnahme“, sagte ein Ministeriumssprecher.

Die Europäische Union hat bei Biontech 300 Millionen Dosen nachgeordert. 75 Millionen sollen bis zum zweiten Quartal dieses Jahres geliefert werden. Das würde bedeuten, dass Deutschland noch einmal 15 Millionen Dosen zusätzlich erhält. Allerdings könnte der weitere EU-Auftrag dazu führen, dass die von Deutschland bereits Ende vorigen Jahres im nationalen Alleingang georderten 30 Millionen Impfdosen in der Auslieferungskette nach hinten rutschen. Somit würde die Bundesrepublik zumindest bis Jahresmitte noch weniger Impfstoff erhalten als gehofft. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums wollte dies nicht bestätigten, erklärte aber auf Nachfrage, dass EU-Aufträge Vorrang vor nationalen Bestellungen haben.

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